Abys Geschichte

Abys Geschichte

Neuer Beitragvon Tünde » Fr Okt 24, 2008 8:21 pm

Lieber Besucher!

Auf den nächsten Seiten kannst Du die Geschichte von der Rettung einer Galga (spanischer Windhund Hündin) lesen.*

Das hier ist Aby, um die es in der Geschichte gehen wird:

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Aby wurde von spanischen Tierschützern in September 2007 in Madrid gefunden. Sie fristete ihr Leben als Straßenhund und hatte einen unbehandelten Bruch am rechten Hinterbein. Der Bruch muss ihre sehr großen Schmerzen verursacht haben.

Als Aby ins Forum eingestellt wurde, war sie bereits operiert worden und wir bekamen auch gleich neue Bilder von ihr und Bilder ihrer Röntgenaufnahmen von ihrem Beinbruch zu sehen.

Das ist hier der Beinbruch….

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…. und das ist die Röntgenaufnahme vom operierten Bein:

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Die Galga war sehr abgemagert – ähnlich wie viele andere Windhunde die man auf den Straßen Spaniens findet. Sie muss bereits wochenlang gehungert haben.
Freiwillige Helfer von ANAA - Asociación Nacional Amigos de los Animales, http://www.anaaweb.org/ – haben die Hündin in einem Zwinger des Tierheims untergebracht.

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Zu Abys Pech hat sich für sie so schnell keine Pflegestelle gefunden. Vielleicht weil sie leishmanioseverdächtig war. Es ist nun mal so, dass viele doch lieber einen gesunden Hund zu sich nehmen bzw. adoptieren wollen und eine medizinische Weiterbetreuung sicher gestellt sein musste.

Die gesundheitlich angeschlagene Hündin konnte das Leben im Tierheim leider nicht gut verkraften. Als Notlösung wurde sie von einer spanischen Familie in Pflege genommen.

Dann – als hätte Aby bis zu diesem Zeitpunkt nicht genug Pech gehabt – floh sie unter unglücklichen Umständen am 9. November 2007 von der Pflegestelle. Da sie sehr schüchtern war, ließ sie sich leider nicht wieder einfangen.

Auch in Madrid sind die Winter sehr kalt. Deswegen suchten die Tierschützer verzweifelt nach Aby. Man war sicher, dass sie - frisch operiert und auf Medikamente angewiesen - den Winter im Freien nicht überleben würde.
Eine Zeit lang hat man sie noch in der Gegend streunend gesehen, wo sie entlaufen war. Sie konnte auch angefüttert werden – doch einfangen ließ sie sich nicht. Eine spezielle Lebendfalle wurde eingesetzt, aber auch mit ihrer Hilfe konnte Aby nicht eingefangen werden.

Später sah man Aby mit einem gebrochenen Vorderbein… Sie wurde - vermutlich wegen ihrer Schmerzen – noch scheuer als sie ohnehin schon war.
Dann verschwand sie für Wochen.
Wir, die ihr Schicksal hier im Forum verfolgt haben, glaubten dass sie bereits tot sei.

Doch Aby wurde Mitte Februar 2008 wieder gesehen. Sie war ängstlicher denn je. Man konnte sich ihr gar nicht nähern.
Dann verschwand sie. Monate vergingen. Der Winter war schon vorbei, der Frühling war gekommen und verging auch wieder… und ein Teil des Sommers auch.

Am 26. Juni 2008 klingelte das Telefon beim ANAA. Die Anruferin sagte, dass sich Aby seit dem 19. Juni in der Tötung befindet und am nächsten Tag getötet werden sollte.
Die Tierschützer fuhren direkt zu der Tötung um die Galga dort abzuholen. Doch die Mitarbeiter der Tötung zeigten sich nicht kooperationswillig. Sie wollten die Hündin nicht herausgeben. Das, obwohl Aby einen Mikrochip hatte und deswegen eindeutig als der entlaufene Schützling des Tierschutzvereins zu identifizieren war.

Der Zuständige bestätigte noch mal den Tötungstermin für den nächsten Tag. Er meinte dass er den Hund nur dann herausgibt wenn er ein offizielles Schreiben vorgezeigt bekommt.
Da wegen des kurzen Zeitraums bis zu der geplanten Tötung ein solches Schreiben kaum zu bekommen war, drohten die Tierschützer ihm mit einer Anzeige für den Fall wenn sie die Galga nicht ausgehändigt bekommen.
Trotzdem mussten sie die Tötung an diesem Tag ohne Aby verlassen.

Doch am nächsten Tag waren die Leute von ANAA wieder da und diesmal haben sie Aby mitnehmen dürfen.

Währendessen stellte sich heraus wie Aby am 19. Juni gefunden wurde. Sie lag auf der Straße und konnte sich nicht mehr erheben um wegzulaufen als sich Mitarbeiter der Tötung ihr näherten.
Da sie bereits in einem sehr schlechten Zustand war, kümmerten sich die Mitarbeiter der Tötung nicht mehr um sie. Man schätzte sie als ein hoffnungsloser Fall ein, der ja sowieso bald getötet werden sollte. So verbrachte Aby eine Woche in der Tötung.

Die wohl einzige Mitarbeiterin der Tötung, die noch etwas für Tiere übrig hat – jene Dame die ANAA angerufen hat – sagte über Aby nur dass „Die Galga isst und trinkt zumindest noch“.
Das klang gut denn – wie man auf den Bildern sehen kann – Aby war bereits kurz vor dem Kollaps.

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Die Tierschützer haben sich entschieden, Aby einzuschläfern wenn der Tierarzt ihren Zustand als hoffnungslos einschätzen würde. Zumindest hätte man in dem Fall das wohltuende Gefühl, dass Aby in Würde sterben konnte, umgeben von Menschen, die sie lieben – statt in der Tötung umgebracht zu werden.
Ich weiß nicht, wie die Entsorgung der Tiere in der Madrider Tötung gehandhabt wird aber bekannt ist, dass nicht alle Tötungen Geld für die Spritze ausgeben wollen, also für die humane aber vergleichsweise teure Tötung von Tieren.
Ich gehe jetzt besser nicht ins Detail.

Glücklicherweise hatte der Arzt noch etwas Hoffnung für Aby gesehen. So konnte die Euthanasie von der Liste der Optionen genommen werden.

Zu dem verheerenden Ergebnis der ärztlichen Untersuchung kam erschwerend hinzu, dass Aby sich selber aufzugeben schien als ANAA sie endlich übernehmen durfte.
Der Tierarzt hat Aby so gut es ging versorgt. Er hat ihre Wunden gesäubert und versorgt. Leider war die Galga sehr stark anämisch und dehydriert. Ihre Nieren arbeiteten noch einigermaßen – so konnte man mit der Medikation beginnen.

Aby war damals so schwach, dass die größte Leistung die sie vollbringen konnte war, dass sie versucht hat, nicht unter sich zu pinkeln. Sie schleppte sich auf drei Beinen von ihrem Schlafplatz weg um sich anderswo zu erleichtern.

Aby bekam Antibiotika, Schmerzmittel und Aufbaumittel damit ihre Kondition sich ein bisschen verbesserte. Ihre Wunden wurden regelmäßig sauber gemacht. Aus den Wunden traten noch mehrere Tage lang diverse pflanzliche Teile aus.
Wegen ihrer geschwächten Nieren musste man mit der Dosierung von Medikamenten sehr vorsichtig sein. Parallel zum Kampf gegen die Bakterien versuchte man Aby von den Heeren der Außen- und Innenparasiten zu befreien die ihre Lebenskraft entzogen hatten.

Die so gut wie einzige gute Nachricht war, dass die im Herbst 2007 eingebauten Metallplatten in Abys Hinterbein gehalten haben. Da die Hündin aber seit der Operation die ganze Zeit gehungert hat, war die Knochenheilung nicht zufrieden stellend und es konnte sich am Bein keine Muskulatur bilden.

Das Problem war in erster Linie Abys Vorderbein. Dieses hätte man sofort operieren sollen – doch Abys Gesundheitszustand war nicht hinreichend gut genug für eine OP. Sie hätte eine OP zu dem Zeitpunkt höchstwahrscheinlich nicht überlebt.
Dieses Dilemma ist den spanischen Tierschützern leider allzu gut bekannt. In Spanien werden regelmäßig Hunde gefunden die teilweise schwerste Verletzungen haben – doch man kann sie nicht sofort operieren weil sie so abgemagert sind dass sie eine Narkose nicht überleben würden.
Die streunenden Hunde werden oft Opfer von Autounfällen oder sie treten in illegale Fallen – und verlieren die eingeklemmte Extremität in der Falle wenn sie sich um jeden Preis von der Falle befreien wollen.

Mitte Juli ging es Aby immer noch nicht so gut, dass man ihr Vorderbein operieren hätte können. Ihr Blutbild hatte sich etwas verbessert… um sich danach wieder zu verschlechtern. Man hatte bei der Galga eine nicht-regenerative Anämie festgestellt.
Obwohl aus ihren Wunden keine weiteren pflanzlichen Teile ausgetreten waren, konnten sie immer noch nicht heilen. Die Antibiotika haben nicht gegriffen, man wollte andere Antibiotika einsetzen.

Aby, die bis zu diesem Zeitpunkt im Tierheim einen relativ normalen Appetit hatte, verweigerte das Futter. Ein denkbar schlechtes Zeichen…

(*Bilder und Daten mit freundlicher Genehmigung des TSV Far from Fear e.V. http://far-from-fear.de/ , Abys derzeitige Pflegestelle)
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Re: Abys Geschichte - jetzt ohne Sprachfehler...

Neuer Beitragvon Tünde » Fr Okt 24, 2008 8:24 pm

Da es mittlerweile klar geworden ist, dass Aby es nicht schaffen würde wenn sie im Tierheim bliebe, haben die Tierschützer ihr Ende Juli eine vorübergehende Pflegestelle bei einer spanischen Familie organisiert.
Sie sollte dort bleiben bis ihr Zustand ein Transport nach Deutschland möglich machte oder – sollte sich der Zustand der Galga nicht verbessern – damit sie die letzten Tage ihres Lebens in Liebe verbringen könnte.

Zum Glück hat Aby in der Familie sofort angefangen zu fressen. Die Pflegemutter hat sie regelmäßig zur Infusion gebracht und sie hat die Galga von Hand gefüttert.
Hier sieht man Aby, immer noch sehr dünn aber doch in einem besseren Zustand als sie im Tierheim war.

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Aby hat – typisch für einen echten Windhund – wenige Tage nach ihrem Einzug den Mülleimer der Pflegefamilie geplündert.
Diese Tatsache hat jeden mit Hoffnung erfüllt. Alle, die Abys Schicksal mit verfolgt haben, fingen an zu hoffen dass sie einmal gesund würde – denn man sah, dass ihre Lust am Leben zurückgekehrt war.
Als die Galga dann ein Stück Kuchen vom Tisch geklaut hat, hat die Pflegefamilie einen Piccolo geköpft.

Mitte August haben Abys Wunden schon angefangen zu heilen. Auch ihr Blutbild hat sich verbessert. Mit ihren Nieren sah es leider weniger gut aus, doch Aby schien glücklich zu sein.
Im Garten durfte sie – sicherheitshalber angeleint – die Sonne genießen.

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Zwischenzeitlich haben die deutschen Tierschützer angefangen, Abys Transport nach Deutschland zu organisieren. Angesichts ihres Zustands kam es nicht in Frage, die Galga in einer Transportbox fliegen zu lassen.
Es wurde klar, dass Oktober 2008 der frühstmögliche Zeitpunkt für die Reise war.
Für diesen Transport war bereits eine andere Galga – Luz - vorgemerkt, deren Zustand nicht viel besser war als Abys.
Aby hatte zu diesem Zeitpunkt bereits eine Pflegestelle in Deutschland, die den Hund erwartete.

Hier kann man Aby sehen, die von der spanischen Pflegefamilie auf ihre Reise vorbereitet wird – mit einem vollen Fressnapf.
Die Fotos wurden in der zweiten Hälfte von August gemacht.

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Aby hat dank der guten Hausmannsskost zwischen Anfang August und Mitte September etwas zugenommen (Anfang Aug. wog sie 13 kg, Mitte September 16,5).
Das kann man auch noch nicht als Normalgewicht bezeichnen – aber immerhin war das ein erster Schritt.
Auf den Bildern ist Abys gebrochenes Vorderbein deutlich zu erkennen. Man hat ihr eine OP immer noch nicht zugemutet.

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Als sie sich auf den bevorstehenden Abschied von Aby vorbereitete, schoss die spanische Pflegemutter der Galga einige Fotos von sich zusammen mit ihrem Schützling für uns.
Das war Ende September 2008.

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Re: Abys Geschichte - jetzt ohne Sprachfehler...

Neuer Beitragvon Tünde » Fr Okt 24, 2008 8:26 pm

Das nächste Kapitel in Abys Leben war ihre Reise nach Deutschland.
Doch bevor ich zu der Beschreibung dieser Reise übergehe, möchte ich Euch die andere Galga – Luz – vorstellen, die als Reisegefährtin für Aby vorgesehen war.
Warum… das werdet Ihr gleich sehen.

Auch Luz hat sich versucht, als Streuner durchzuschlagen, irgendwo in Andalusien. Die örtlichen Tierschützer wurden auf sie aufmerksam. Sie haben sie gefüttert, doch leider ließ Luz keinen an sich heran und konnte deswegen nicht in Sicherheit gebracht werden.

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Luz kam regelmäßig zur Fütterung, aß und flüchtete dann. Offensichtlich hatte sie im Zusammenhang mit Menschen sehr schlechte Erfahrungen gemacht.
Dann, an einem Tag kam sie nicht mehr.

Die Tierschützer haben sich auf die Suche nach ihr gemacht. Sie haben Luz in einer Ecke liegend gefunden. Die Hündin war schwer verletzt. Sie lebte kaum noch.
Vermutlich wurde sie von einem Auto angefahren.
Eins ihrer Hinterbeine war unter der Ferse abgerissen, an einem der Vorderbeine hatte sie einen offenen Bruch.

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Da sich aber ein Windhund durch das Fehlen eines Beines nicht am Laufen hindern lässt….

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....wurde eine Euthanasie in diesem Fall erst gar nicht in Erwägung gezogen.
Vielmehr tat man alles, um das zerschmetterte Vorderbein zu retten. Was alles andere als einfach war.

Luz wurde von ANAA übernommen und ihr Vorderbein wurde operiert. Die Kosten der OP wurden von dem deutschen Tierschutzverein Far from Fear e.V. getragen.
Hier sieht man Luz, nach ihrer Operation. Die Bilder wurden im Tierheim ANAA, in Madrid gemacht.

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Hier zwei Videoaufnahmen von Luz:





Auch wenn sich Luz trotz ihrer Behinderung (laufen auf 2 Beinen) erstaunlich geschickt bewegen konnte, hofften alle sehr, dass ihr Vorderbein erhalten werden konnte… dass sich die Wunde nicht entzündete.

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Zwischenzeitlich meldete sich eine Pflegestelle für Luz. Damit hatte die Hündin einen sicheren Platz in Deutschland. Sie musste nur noch dahin transportiert werden.
Das war im Mai 2008. (Zu diesem Zeitpunkt wusste man noch gar nicht, dass Aby noch lebte.)

Leider entzündete sich Luzs Beinstumpf. Die Hündin musste Ende Mai erneut operiert werden.
Als wäre das alles nicht genug, zeigte das Ergebnis des Bluttests, dass die Galga mit Leishmaniose infiziert ist. Die Krankheit ist nicht heilbar, doch mit Medikamenten kann man die Infektion in den Griff bekommen.
Ist der Hund jedoch bereits so geschwächt dann kann eine Leishmanioseinfektion gefährlich werden.

Die erste Hälfte des Sommers verging mit dem Ausprobieren verschiedener Antibiotika. Die Behandlung von Luzs Beininfektion erwies sich als recht schwierig.
Luz wohnte im Tierheim von ANAA in einem Zwinger damit sie immer unter ärztlicher Aufsicht war.
Ende Juni wurde Luz von einem der Tierärzten mit nach Hause genommen damit ihr Zustand rund um die Uhr überwacht werden konnte.
Luz hat sich bald mit der Boxerhündin des Tierarztes angefreundet. Man sah die zwei Hunde immer zusammen.
Das Foto wurde Ende August gemacht.

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Die Zuwendung und die Freundschaft der Boxerhündin taten Luz gut. Es ging ihr immer besser. Sie fing an ihren Vorderbein zu benutzen.

Dieses Bild wurde vor Luzs Abreise nach Deutschland gemacht.

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Re: Abys Geschichte - jetzt ohne Sprachfehler...

Neuer Beitragvon Tünde » Fr Okt 24, 2008 8:33 pm

DER TRANSPORT

Am 4. Oktober war es dann soweit. Ein Spezialtransport wurde organisiert, ein extra langer Mercedes Kastenwagen (ca. 7 qm Ladefläche) wurde angemietet und die komplette Ladefläche extra weich ausgepolstert, damit es beim Transport keine Verletzungen geben konnte und ein Zweibeiner immer bei den Hunden sein konnte, um auf sie aufzupassen.

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Um den Transporter auszulasten haben die Tierschützer auf der Hinreise ein paar Spenden mitgenommen (neue Leinen und Halsbänder und vor allem Wintermäntel für die Tierheimhunde, denn im Winter wird es in Madrid sehr kalt).
Auch extra geprüftes Trinkwasser wurde eingepackt, um eine Infektion von Aby oder Luz beim Trinken vorzubeugen

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Nach knapp 20 Stunden Fahrt kamen die Tierschützer am 5.10. mittags in Madrid bei ANAA an.
Das Bild unten zeigt die Einfahrt des Tierheims von ANAA

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Das Team bestand aus drei Fahrern und noch einer vierten Person, die die Hunde auf der Rückreise beaufsichtigen sollte (indem sie hinten im Laderaum bei ihnen sitzt).
Da die Teilnehmer der Aktion alle nicht die Jüngsten sind, konnten sie all ihre Knochen fühlen nachdem sie sich endlich auf der Bank bei ANAA hinsetzen durften.
Hier sieht man Heike, Helge und Reiner beim Entspannen. Das Foto wurde von Ulrike Feifar gemacht.

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Während man auf das Eintreffen der spanischen Partner wartete, hat Ulrike einige Fotos vom ANAA Tierheim gemacht.

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ANAA zählt, dank der unermüdlicher Arbeit der spanischen Tierschützer, zu den modernsten und auch saubersten Tierheimen in Spanien.
Trotzdem ist die Not immer groß, denn es gibt immer sehr viele Tiere die abgegeben werden und das Geld ist einfach zu wenig.
Hinzu kommt, dass ANAA vorrangig die Tiere aufnimmt, die in vielen anderen Tierheimen keinen Platz finden, weil sie schwer verletzt, alt oder unattraktiv sind und holt regelmäßig Hunde aus der Tötung. Das verschlingt unendlich viel Geld, da die Tiere sehr teuer medizinisch versorgt und auch lange gepflegt werden müssen. Die Durchlaufzeiten sind, aufgrund Krankheit und Alter oft sehr sehr lang. Im Moment sind ca. 80% aller Hunde über 8 Jahre alt und/oder schwer verletzt.
Umso größer war die Freude bei den spanischen Tierschützern, dass die Deutschen die zwei schwierigsten Patienten Luz und Aby mitzunehmen bereit waren.

Auf den Bildern könnt Ihr einige Zwinger und ihre Bewohner sehen.

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Bald kam Aby mit ihrer Pflegemama Ruth und die ersten Tränen flossen.
Ruth hat Aby von Anfang an aufgepäppelt und gehörte auch zu dem Team, das nie aufgegeben hat nach ihr zu suchen. Sie ist der erste Mensch dem Aby wieder Vertrauen geschenkt hat und sie fand die anderen, die sie nun übernommen sollten, ziemlich beängstigend.
Es fiel Ruth wahnsinnig schwer sie da zu lassen und Aby verstand die Welt erstmal nicht mehr.

Um es Aby ein ganz klein wenig leichter zu machen hat ein Mitglied des deutschen Teams (Ulrike Feifar) die Nacht vor der Heimfahrt mit der Hündin im Auto verbracht.

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LUZ war für den nächsten Tag angekündigt und abends wurde das deutsche Team von den Spaniern in eine kleine Kneipe zum Essen eingeladen.

Viele freiwillige Helferinnen hatten sich versammelt, um die “verrückten Deutschen” zu begrüßen, die mal eben so 4000 km für zwei Hunde fahren.

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Kurz bevor die Gruppe losfuhr, kam ein Anruf “Habe auf dem Weg zur Kneipe einen Galgowelpen mit gebrochenem Bein gefunden, fahre schnell in die Klinik”. Später hat sich der Anrufer noch mal gemeldet, um zu sagen dass der Bruch älter ist und nicht operiert werden muss. „Der Hund ist zwar dürr, aber ansonsten topfit, aber wohin mit der Kleinen?” – stellte sich die Frage.
Wie gut, dass es Handys und Blueberry gibt und deutsche Pflegemamas, die bei einem Notanruf sofort “Habt Acht” stehen… 10 Minuten später war klar, die Kleine fährt auch mit und wird - sobald die Gesellschaft mit dem Essen fertig ist - ins Tierheim gebracht.

Auf dem Weg zum Tierheim sah man noch zwei Hunde auf der Straße. Einfangversuche blieben leider erfolglos.

Im Tierheim wartete schon der Welpe Vainilla… die dann bald das Bett von Helge für sich erobert hat.


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Die Nacht im Transporter war nicht gerade angenehm, aber Aby schlief gut – nur Ulrikes Zähne klapperten. Nachts kühlt es im Herbst in Madrid von 25 auf 2 Grad ab… also keine Temperaturen für Camping.

Am nächsten Morgen kam dann Luz an.
In der Mitte des Bildes seht Ihr Luz mit ihrer Pflegemama, links auf dem Bild Irene, eine der spanischen Tierschützerinnen. Sie stand kurz vor der Geburt ihres Kindes – ließ sich aber wie selbstverständlich dadurch nicht an einer aktiven Teilnahme hindern.

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Nachdem die Tierärzte dem deutschen Team noch genau zeigten wie man Luz Fixateur versorgt, wurde auch Vainilla mit “Transportsicherung” für ihr Bein ausgestattet und Helge bereitete sie für die Fahrt vor.
Hier sieht man Helge mit Vainilla:

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Dann hieß es einladen und Abschied nehmen ...

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Während Luz erstmal die Kudde vorzog, machte es sich Vainilla bei Aby bequem.

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Während der Fahrt änderten sich die “Liegeverhältnisse” ein wenig…
Leider war es im Auto zu dunkel, um gute Bilder zu machen, aber im Ansatz kann man erkennen was los war.

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Die Rückfahrt dauerte etwas länger, da die Hunde zwischendurch immer versorgt werden mussten. Dann fiel auch noch ein Scheinwerfer aus (natürlich nachts) und es war keine Ersatzbirne zu bekommen. Reiner tauschte dann kurzerhand irgendwelche Birnchen mit irgendwelchen Birnchen und das Team konnte wieder einigermaßen sehen und wurde auch wieder gesehen. Man konnte weiterfahren.

Am frühen Vormittag traf man sich dann mit den Abholern von Luz und Vainilla - Eva und Jutta.
Auf dem Bild sieht man die neue Pflegemutter von Luz (die Dame mit dem langen Zopf) als sie die Hündin entgegennimmt.

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Aby stieg später aus, denn ihre Pflegemutter wohnt etwas weiter weg…

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… und es war vermutlich Abys letzter Umzug.

Luz und Aby sind natürlich noch sehr zurückhaltend und ängstlich.
Man merkte ihnen an wie sehr sie die neue Situation verwirrte und beunruhigte.
Aber sie bekamen ganz liebe Pflegemamas, die über jede Menge Erfahrung verfügen und bald werden die gröbsten Ängste der Vergangenheit angehören.

Hier ist das erste Bild von Aby bei der neuen Pflegestelle. Man hat Aby die Decken von der ersten Nacht und vom Transport mitgegeben, da sie sie sehr mochte.

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Für die Pflegefamilien beginnen anstrengende und pflegeintensive, aber sicher schöne Wochen und Monate.
Luz wird ihre Fixatur noch mindestens 4 Monate tragen müssen und muss jeden zweiten Tag zum Tierarzt, Aby ist schwer nieren- und herzkrank und man betet, dass sich ihre Werte doch noch ein bisschen verbessern.
Beide Hunde haben auch eine Leishmanioseinfektion, wobei die Krankheit glücklicherweise bei keiner der beiden ausgebrochen ist.

Vainilla geht es sehr gut: sie zieht von den Füßen der Familienmitglieder zuerst die Schuhe ab, dann auch die Socken…
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Re: Abys Geschichte - jetzt ohne Sprachfehler...

Neuer Beitragvon Tünde » Fr Okt 24, 2008 8:34 pm

Aby fühlt sich bei ihrer Pflegefamilie immer besser.
Die Fotos wurden zwischen 7. und 10. Oktober gemacht.

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Sie weckt schon die Pflegemutter wenn sie nachts pinkeln gehen muss. Das ist ein enormer Fortschritt denn bisher konnte Aby ihre Blase nicht kontrollieren.
Wenn die Leine hervorgeholt wird, dann sorgt Aby schon dafür, dass sie nicht zu Hause vergessen wird.

Obwohl Aby noch schüchtern ist, hat sie binnen Tagen begriffen, dass sie sich bei der Pflegestelle vor nichts zu fürchten braucht. So zog sie in einer Nacht auf das Bett der Pflegemutter.

Da sich die Behandlungskosten der nieren- und herzkranken Aby auf eine stattliche Summe belaufen (teure Diät, etc.), starteten die Tierschützer eine Spendenaktion zugunsten Abys.


Wenn jemand den Tierschutzverein Far from Fear unterstützen möchte:

Kontoverbindung
TSV Far from fear
Nassauische Sparkasse
Bankleitzahl 51050015
Konto 117035832
Wichtig - Verwendungszweck: ABY
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Re: Abys Geschichte - jetzt ohne Sprachfehler...

Neuer Beitragvon Tünde » Fr Okt 24, 2008 8:35 pm

Inzwischen hat sich auch Luz bei ihrer Pflegestelle eingelebt.
Hier sieht man die Galga mit ihrer Pflegemutter und deren Hunden.

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Luz ist glücklicherweise in einem besseren Gesundheitszustand als Aby, weil sie vor ihrem Unfall aufgepäppelt werden konnte (durch die Fütterungsaktion der örtlichen Tierschützer in Spanien).
So hat sie jetzt die besten Aussichten auf ein langes und glückliches Leben, fern vor Angst, Hunger und Leid.
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Re: Abys Geschichte - jetzt ohne Sprachfehler...

Neuer Beitragvon Tünde » Fr Okt 24, 2008 8:36 pm

Inzwischen gibt es neue Fotos von Vainilla:

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Die kleine Hündin wohnt bei einer Pflegestelle von Far from Fear, in der Nähe von Dillenburg.
Ihr gebrochenes Bein wurde erneut untersucht. Es hat sich herausgestellt, dass der Bruch schon 2 Wochen alt war und die Knochen zusammengewachsen sind und zwar so, dass die Form des Knochens normal ist.
Vainilla braucht also nicht operiert zu werden und es wird auch nichts zurückbleiben.
Es geht ihr gut – was auch immer ihr in Spanien passiert ist, sie ist gut darüber hinweggekommen.

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Sie ist jetzt im Oktober ca. 14 Wochen alt, ihrem Alter entsprechend frech und putzmunter. Sie ist superneugierig und muss ihre hübsche lange Nase in alles stecken was interessant aussieht, sogar in Hosentaschen um die Leckerlis darin zu klauen.

Sie benutzt das Bein, das früher gebrochen war, auch schon wieder ganz normal, hält es nur manchmal beim Stehen in Schonhaltung. Aber in ein paar Wochen wird auch das vorbei sein.

Vainillas Lieblingsspielzeug ist ein kleiner blauer Gummiball, den sie für ihr Leben gerne "einfängt" und dann stolz zu ihren Leuten bringt, damit er nochmal geworfen wird.
Die Kleine ist sehr aufgeschlossen und kommt super mit allen Hunden klar. Doch sie zieht die Nähe des Menschen allem anderen vor.
Sie wurde umbenannt und heißt jetzt – der Einfachheit wegen – Vanilla.

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